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Freitag, 18.04.2008

Das liebe Heilge Römsche Reich, ...

... wie hälts nur noch zusammen?

Ein leidig Lied! Dankt Gott mit jedem Morgen,
Daß ihr nicht braucht fürs Römische Reich zu sorgen!

Auerbachs Keller ist gemütlich.

Das Alte Reich - wohl kein Gebilde auf deutschem Boden ist so dermaßen falsch im Bild der kollektiven Erinnerungskultur geblieben. Überhaupt, es greift so manche Analyse gnadenlos ins Leere, wenn sie sich daran macht, die Struktur dieses Dings zu fassen. Nun ist es ja allgemeiner Konsens, dass es weder Staat noch Staatenbund war. Es ist, oder besser: war, eben das Reich. Punkt. Aus.
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Mittwoch, 30.08.2006

Unfair?

Spiegel.de - Müntefering ergänzt, es sei doch "unfair", wenn beide Teile der Koalition an ihren Wahlaussagen gemessen würden.

Ach, tatsächlich?
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Donnerstag, 03.08.2006

Rüttgers: CDU eine Wertegemeinschaft

Der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat das Sommerloch dazu genutzt, festzustellen, dass die CDU keine kapitalistische Partei ist. Das war uns spätestens bewusst, als wir das letzte knappe Jahr die Politik der CDU-geführten Bundesregierung erleben mussten. Weder das so genannte "Gleichbehandlungsgesetz", ein Euphemismus für das Antidiskriminierungsgesetz der rot-grünen Bundesregierung, noch die Einführung eines Gesundheitsfonds atmen den Geist von Freiheit und Wettbewerb, stattdessen schlägt uns der Gestank von Gängelung und Bürokratie entgegen.
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Donnerstag, 29.06.2006

Bundesländer wollen an der Finanzierung von Kindstötung festhalten

Sachsen und Thüringen haben eine Einschränkung der staatlichen Finanzhilfe für Abtreibung vorgeschlagen. Natürlich sollen finanziell schwache Frauen nimmer noch dabei unterstützt werden, ihre Kinder pränatal zu töten, nur die Praxis, dass auch nicht bedürftige Frauen in den Genuss staatlicher Hilfestellungen beim Kindertöten kommen, soll nach Willen der beiden CDU-regierten Bundesländer geändert werden. Laut der sächsischen Sozialminister Oroz musste Sachsen 2004 den Krankenkassen 1,7 Millionen Euro für durchgeführte Schwangerschaften erstatten. Für was der deutsche Staat in Zeiten des schleichenden staatsbankrottes und der Überalterung unserer Gesellschaft alles Geld hat! 98,1% aller sächsischen Abtreibungen wurden 2004 vom Freistaat Sachsen bezahlt.

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Samstag, 24.06.2006

Sommer in bester deutscher Tradition

In einem Interview mit der Oldenburger "Nordwest Zeitung" griff DGB-Boss Sommer die Manager der Allianz-Versicherung als "vaterlandslose Gesellen" an und damit Bismarck-Vokabular auf. Das ist schon mal aus verschiedenen gründen interessant.
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Kein-Kinder-Land - Deutsche gerne kinderlos

Heute wurde eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung im Auftrag der Robert-Bosch-Stiftung bekannt. Danach wünschen sich in keinem Land Europas so wenige Kinder wie in Deutschland. Der Kinderwunsch liegt im Durchschnitt bei Frauen bei 1,75 und bei Männern bei 1,59. Damit besteht die große Kluft zwischen Kinderwunsch und Realität, von der man immer ausgegangen ist, gar nicht. Noch 1988 lag der Durchschnitt beim Kinderwunsch sowohl bei Männern als auch bei Frauen bei deutlich über 2. Selbst wenn Frauen heute so viele Kinder bekommen würden, wie sie wollten, wären es also immer noch zu wenig um die demographische Entwicklung wirklich zu beeinflussen. Jeder vierte Mann und jede sechste Frau wollen gar keine Kinder.

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Dienstag, 20.06.2006

Mussten die USA Deutschland von Hitler befreien? oder "Warum ich Jacksonian bin, Teil 3"

Und nun, um es auf die Spitze zu treiben: Wenn wir ehrlich sind, hat die USA keine Interessen im Nahen Osten. Wirtschaftlich wird der Nahe Osten bedeutungslos, wenn die US-Wirtschaft von Öl auf andere Energieträger umgestellt ist, was durch die Forcierung der Kernenergie und, natürlich eingeschränkt, erneuerbarer Energien schon heute begonnen wird. Politisch und militärisch ist der Nahe Osten zu sehr zerfasert, als dass er eine echte Gefahr für die USA werden könnte. Und wenn doch, so bedroht er viel stärker Europa und Israel. Und, jetzt wird es politisch unkorrekt, der Schutz Israels und Europas vor der nuklearen Vernichtung ist letztlich nicht wichtig für die nationalen Interessen der USA, so lange ihr Militär stark genug ist, jeden drohenden Angriff auf die USA selbst, zum Beispiel durch den Iran, mit der Vernichtung des Angreifers zu beantworten.
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Montag, 19.06.2006

Warum ich Jacksonian bin, Teil 2

Dem gegenüber der jacksonianische Weg: Ein traditioneller Isolationismus und massive Vergeltung im Falle eines Angriffes ist heute definitiv zu wenig. Die USA sind heute einfach zu bedeutend, die Distanzen sind kleiner und die Gefahren näher als jemals zuvor. Trotzdem ist der Jacksonianismus eine gute Grundlage. Die kritische Haltung der Jacksonians gegenüber internationalen Organisationen, die, da haben die Jeffersonians schon Recht, grundsätzlich problematisch angesichts ihrer mangelnden demokratischen Legitimation und Kontrolle sind, teile ich. Interessant fand ich, dass auf dieser US-Seite (  http://www.lts.com/~cprael/Meade_FAQ.htm

) die überzeugtesten Wilsonians in Europa gerade in den vehementen Befürwortern eines zentralistischen Europas gesehen werden, das sich mehr und mehr zu eine Gefahr für die Freiheit entwickelt. Wenn ich aber an die Selbsteinschätzung mancher Eurokraten denke, die den "zivilisatorischen Fortschritt" Europas als Vorbild für die Welt rühmen, kann ich verstehen, was Charles Prael meint. So weit zu diesem Exkurs.

 

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Sonntag, 18.06.2006

Propagandaclub 4 ? Eltern und ihre ?Rechte?

Heute wurde in der ARD-Sendung über Familienpolitik und das Ende der Hausfrauenehe diskutiert.  Schön war es zu sehen, wie sich der Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, von allen anderen natürlich unbeachtet, selbst demaskierte. Richard Meng antwortete auf die Frage von Paul Georg Hefty von der FAZ, wo denn die Freiheit der Eltern bleibe, sie könnten entscheiden, wo sie ihre Kinder abgeben. Später präzisierte er das, indem er erklärte, nach den 12 (resp. 14 Monaten), die der Staat das Elterngeld gewährleiste, plane die Bundesregierung des Schreckens eine Steuerbefreiung für die Kinderbetreuung bis zum dritten Lebensjahr, dann könnten die Eltern frei entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Tagesmutter oder in die staatlichen Erziehungslager bringen. Der Einwurf Herrn Liminskis vom Deutschlandfunk, dass damit wieder die Hausfrauen ohne staatliche Unterstützung blieben, ging wieder unter, was aber zum Titel der heutigen Sendung, "Aus für die Hausfrauenehe? Die Koalition bringt Bewegung in die Familienpolitik"
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Deutsche Bundesregierung finanziert Gesetzesverstöße

Kein Witz. Das europäische Parlament lehnte es, wie die FAZ am Freitag auf Seite 2 berichtete, ab, für die Forschungsförderung der EU die strenge deutsche Regelung im bereich Embryonenschutz zu übernehmen. Damit wird nun auch mit deutschen Geldern Forschung durch die EU gefördert, die in Deutschland verboten ist. Traurig ist dabei, dass die rot-grüne Regierung des bedenkenlosen Forschungsfreundes Schröder, um eben dies zu verhindern, das 6. Rahmenprogramm zur Forschungsförderung noch mit einem Veto blockiert hatte. Der christdemokratische Bildungsminister, Frau Schavan, will dies aber nicht machen und man fragt sich doch langsam beklemmt, wo denn nun eigentlich christliche werte und eine ethische Politik besser vertreten sind, in der jetzigen Regierung unter christdemokratischer "Führung" oder in der alten Schröder-Regierung.

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Samstag, 17.06.2006

Warum ich Jacksonian bin, Teil 1

Gestern habe ich die von dem US-Historiker Mead herausgearbeiteten 4 Traditionen der US-Außenpolitik vorgestellt, heute begründe ich, warum ich Jacksonian bin.

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Freitag, 16.06.2006

Traditionen amerikanischer Außenpolitik

Hamiltonian, Jeffersonian, Jacksonian und Wilsonian. Das sind die 4 großen außenpolitischen Traditionen der USA. Sagt zumindest der US-Historiker Walter Russel Mead, der diese These vor 5 Jahren, noch vor dem 11. September 2001, in seinem Buch "Special Providence: American Foreign Policy and How it changed the World" aufgestellt hat.

Meads These ist dabei, dass diese 4 Traditionen der US-Außenpolitik die Grundlage des außenpolitischen Erfolgs der USA in den letzten gut 200 Jahren war. Zum einen, weil sie zum Teil miteinander kompatibel sind, aber immer auch miteinander konkurrierten, war die USA die USA immer flexibel genug, trotz gleich bleibender Grundüberzeugungen auf veränderte Weltlagen angemessen zu reagieren. Das repräsentative System der USA, so Mead, hat dazu geführt, dass immer die Tradition, die der aktuellen Gefahren- und Interessenlage am meisten entsprach, in den Vordergrund trat und wieder verschwand, wenn sich die Verhältnisse geändert hatten. Im Folgenden will ich die 4 Traditionen vorstellen, ein anderes mal, werde ich dann meine Präferenz für eine der 4 Richtungen begründen.  

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Batalla en el cielo

... oder wie ich lernte, die Sneak-Preview zu fürchten

Die erste Szene ist noch harmlos. Man sieht das ausdruckslose Gesicht eines Mannes aus Mittel- oder Südamerika. Er ist dick, hat einen ungepflegten Vollbart und trägt eine überdimensionierte Brille, wie man sie hierzulande in den 80er Jahren getragen hat. Ein erster Gedanke schießt mir durch den Kopf: es muss wohl ein Film sein, der sich um illegaliens an der amerikanisch-mexikanischen Grenze dreht. Untermauert wird diese Vermutung durch den Hintergrund, den Raum, in dem diese Person steht, der an ein anonym gehaltenes Verhörzimmer erinnert. Dann fährt die Kamera nach unten und zeigt, dass der Mann kein Hemd trägt. "Na klasse", denke ich mir. "Wieder mal was über die herzlosen Amerikaner, die Mexikaner foltern und dazu zwingen, ihre Bierbäuche zu zeigen." Das ist der letzte klare Gedanke, den ich fassen kann, ehe der Film mich auf eine irrwitzige Reise hin zu den Grenzen des klaren Menschenverstandes prügelt.
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Die neue Micky Maus oder "Warum ich wohl wirklich konservativ bin"

<b>Als ich vorgestern im FAZ-Feuillton einen Artikel über die neue Micky Maus gelesen habe, musste ich feststellen wir konservativ und reaktionär ich doch bin. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Nun, ich lehne diesen neuen modernen Micky ab und wünsche mir den traditionellen Micky wieder, früher war eben doch manches besser.</b>
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Donnerstag, 15.06.2006

Endlich wird in Südafrika mal aufgeräumt

Dieser Satz ist aus zwei Gründen bedenklich. Zum einen natürlich, weil in Südafrika doch die Anti-Apartheid-Partei Mandelas, der ANC, regiert und deshalb jede Kritik an der dortigen Regierung doch per se als rassistisch und faschistisch verboten ist. Zum anderen, weil der Satz so nicht stimmt, denn nur in Kapstadt wird aufgeräumt. Denn dort regiert seit einiger Zeit Helen Zille, Tochter jüdischer Auswanderer aus Deutschland und stellvertretende Vorsitzende der weißen Democratic Alliance (  http://www.da.org.za/DA/Site/Eng/DEFAULT.asp ), als Bürgermeister, seit letzter Woche mit eigener Mehrheit im Stadtrat.

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Mittwoch, 14.06.2006

Der Civilianismus als bürgerliche Ideologie

Jeder Mensch will leben, dazu ist das friedliche Zusammenleben der Menschen eine notwendige Grundvoraussetzung. Friedliches Zusammenleben der Menschen ist nur möglich, wo das Existenzrecht, definiert als die Unantastbarkeit menschlichen Lebens, unantastbar ist. Aus der Notwendigkeit, dass kein Mensch über das Existenzrecht eines Menschen verfügen darf, erwächst die Notwendigkeit, dass kein Mensch in irgendeiner Weise über einen anderen Menschen verfügen darf, da es ihm ein leichtes wäre, wenn er in einer Weise über ihn verfügte, auch in jeder anderen Weise über ihn zu verfügen. Daraus folgt die Notwendigkeit der Freiheit. Nun ist keine absolute Freiheit möglich, da die absolute Freiheit des einen die absolute Unfreiheit aller anderen - oder zumindest der Schwächeren - bedeuten würde. Daraus folgt die Notwendigkeit der Gleichwertigkeit der Menschen, wonach die Freiheit eines jeden da endet, wo die Freiheit des anderen beginnt und das Existenzrecht des einen nicht gegenüber dem Existenzrecht anderer relativiert werden darf.

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Sonntag, 11.06.2006

Muslim-Kritik an Islam-Berichterstattung der Medien

Vertreter von Christen, Juden und, natürlich, Muslimen kritisierten die Berichterstattung der Medien zum Thema Islam. Es würde ein einseitiges Bild gezeichnet und eine differenzierte Darstellung der mehr als 3,5 Millionen in Deutschland lebender Muslime fehle, so der der Dialogbeauftragte der Türkisch-Islamischen Union (Ditib), Bekir Alboga, nach einem Bericht in der gestrigen FAZ.
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Samstag, 10.06.2006

Schüssels Demokratieverständnis

Wie der BRF vorab berichtet ( http://www.brf.be/nachrichtenex/shownachricht?id=41459 ), hat Schüssel in einem Interview, das morgen veröffentlicht wird, erklärt, er könne sich eine europaweite Volksabstimmung über die Annahme der EU-Verfassung sehr gut vorstellen. Angenommen wäre sie, wenn die Mehrheit der Staaten und die Mehrheit der Bürger dafür gestimmt hätten.

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Schwulen-Beck: Europafeindlicher Akt der polnischen Regierung

So kommentierte des Reichstags Drag Queen Volker Beck die Entlassung von Miroslaw Sielatycki, des Leiters des Zentralen Lehrer Fortbildungszentrums CODN durch Polens Erziehungsminister Roman Giertych, weil das Zentrum Publikationen herausgebracht hatte, die die Schulen dazu aufforderten, Schwulen-Verbände in den Unterricht einzubinden. Becks Verbindung zu "Europa" erklärt sich dadurch, dass die von Giertych beanstandete Publikation eine Veröffentlichung des Europarates zur Menschenrechtserziehung ist.b>  

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Freitag, 09.06.2006

Mehr Einfluss für Islamisten

Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der niederländischen Regierung zur Terrorismusbekämpfung wächst der Einfluss der Islamisten auf "gemäßigte" Muslime. Wie die FAZ gestern berichtete, hat sich die Aktivität der radikalen Mohammedaner in Moscheen und im Internet im letzten halben Jahr deutlich erhöht. Radikale Prediger richteten sich vor allem an Jugendliche der 2. und 3. Einwanderergeneration.

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