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<title>New and Enhanced Web Service (N.E.W.S.)</title>
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<title>Das liebe Heilge Römsche Reich, ...</title>
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<description><![CDATA[<b>... wie hälts nur noch zusammen?<br />
<br />
Ein leidig Lied! Dankt Gott mit jedem Morgen,<br />
Daß ihr nicht braucht fürs Römische Reich zu sorgen!<br />
<br />
Auerbachs Keller ist gemütlich.<br />
<br />
Das Alte Reich - wohl kein Gebilde auf deutschem Boden ist so dermaßen falsch im Bild der kollektiven Erinnerungskultur geblieben. Überhaupt, es greift so manche Analyse gnadenlos ins Leere, wenn sie sich daran macht, die Struktur dieses Dings zu fassen. Nun ist es ja allgemeiner Konsens, dass es weder Staat noch Staatenbund war. Es ist, oder besser: war, eben das Reich. Punkt. Aus.</b> <br /><br /> Ob es 1806 tatsächlich unterging, darüber lässt sich streiten. Fest steht: der Kaiser, Franz II., hat die Krone niedergelegt. Fest steht: der Kaiser hat das Reich für erloschen erklärt. Fest steht aber auch: um solch einem Schluss die Gültigkeit zu geben, hätte es eines Reichstagsbeschlusses, eines echten Reichsabschiedes im wahrsten Sinne des Wortes also, bedurft. Das ist nicht geschehen. Juristisch gesehen ist das Alte Reich also nicht untergegangen. Juristisch gesehen waren Deutscher Bund, Bismarck-Reich, Weimarer Intermezzo und Hitler-Reich also widerrechtliche Staatengebilde auf dem Boden des Reiches (die sich freilich nicht genierten, sich in einem Akt der unerhörten Frechheit in die Tradition ebenjenes Reiches zu stellen). Auf <b>D</b>as <b>D</b>ritte <b>R</b>eich und die Bundesrepublik Deutschland träfe dies ebenso zu, würde man ... ja, wäre man konsequent. Es gilt also nicht die Weimarer Reichsverfassung, wie einige Kollektivisten den Anschein erwecken wollen, nein, denn sie selbst ist eine staatliche Usurpation. Konsequenterweise müssten die alten Reichsgrundgesetze gelten. <br />
"Grundgesetze" klingen sowieso viel milder als "Verfassung". Dieser Ausdruck hat nicht jenen faden Beigeschmack der Revolution, die, von Frankreich ausgehend, eine Welle der Zerstörung über Europa brachte und erst, wie Hitler etwas mehr als ein Jahrhundert später, vor den Toren Moskaus zu Fall gebracht wurde.<br />
<br />
Was nach dem vermeintlichen Ende des Reiches folgte, lernt man in der Schule: der Deutsche Bund, der den von vorn herein zum Scheitern verurteilten Versuch startete, die Struktur des Reiches in modernen Kategorien des Staatsrechtes wiederzubeleben. Die Revolution von 1848, die - zum Glück? - von zutiefst reaktionären Kräften im wahrsten Sinne des Wortes in Grund und Boden geschossen wurde, als ein paar Kollektivisten beschlossen, es wäre Zeit für ein neues, ein durch und durch deutsches Reich. Der deutsch-preußische Krieg von 1866, der, in einem Akt historiographischer Verblendung, zum deutsch-österreichischen Krieg erklärt wird, obwohl damals Bundestruppen gegen preußische Soldaten zu Felde zogen. Bismarcks Fürstenbund, ein von oben, durch Eisen und Blut geschmiedetes föderales Gebilde, das nach dem verlorenen Weltkrieg in einen dezentralen Einheitsstaat unter dem republikanischen Vorsitz des Ersatzkaisers/Reichspräsidenten umgewandelt wurde. Die tausendjährige Schmach unter Hitler, jene Zeit, die scheinbar sämtliche Epochen der deutschen Geschichte vergessen lassen. Der Aufbau im Westen. Das neue, vermeintlich bessere Deutschland im Osten unter dem Vorsitz der KPdSU. Die Wiedervereinigung des Bismarckreiches unter Abtretung der Gebiete östlich der Oder. Die europäische Einigung. Zweihundert Jahre im Schnelldurchlauf.<br />
<br />
Was geht dabei unter? Das Reich. Oder besser, damit man mich versteht: das Alte Reich. Das <i>Sacrum Imperium Romanum Nationis Germanicae</i>.<br />
<br />
Am Anfang war das Ende. Im Jahre 476 setzte der Germanenfürst Odoaker den letzten weströmischen Kaiser Romulus Augustulus, alleine schon vom Namen her eine Karikatur früherer römischer Größe, ab. Das einstige Weltreich zerfiel im Westen. Nach dem Zwischenspiel Theoderichs des Großen, dessen Bündnissystem ihm die Herrschaft über einen Großteil des ehemaligen Westreiches bescherte, und den Eroberungen Justinians, der von Konstantinopel aus im 6. Jahrhundert n. Chr. noch einmal einen Teil der westlichen Sphäre für das verbliebene Ostrom eroberte, herrschte eine Leere im Westen. Bereits nach dem Sturz Romuli Augustuli verkündete man in Richtung Ostrom, es bedürfe von nun an nur noch eines römischen Kaisers. Und so geschah es: der <i>Basileus</i> von Byzanz war von da an der höchste Monarch der (zumindest abendländischen) Welt.<br />
Während das östliche Überbleibsel der Antike jedoch in seiner Zeit verhaftet blieb, erlebte der Westen einen Bruch, den wir heute hochnäsig als Mittelalter bezeichnen. Es sollte das Frankenreich, regiert von Barbaren, sein, welches hierdurch seinen großen Auftritt erlangte.<br />
Es war Karl, genannt der Große, der eine Zäsur in die (west-)europäische Geschichte brachte. Sein Vater Pippin trotzte den schwachen Merowingern die fränkische Königswürde ab und holte damit de jure das nach, was de facto schon seit langer Zeit gegeben war: die Macht der Familie, die wir Karolinger nennen, wurde königlich. Pippins Vater, Karl, genannt Martell, der Hammer, besiegte die islamischen Aggressoren bei Tours und Poitiers und verteidigte so das Abendland gegen arabische Unterjochung. Karl der Große selbst sollte militärisch nicht minder erfolgreich sein. Er gelangte zur Herrschaft über Aquitanien, unterwarf das Langobardenreich und nach einem dreißig Jahre währenden Krieg auch das heidnische Sachsen. <br />
Um eine lange Geschichte abzukürzen: die Erhebung zum <i>Patricius Romanorum</i>, dem Schutzherren der Römer - einem Titel, den der (ost-)römische Kaiser dann und wann verlieh - war den Errungenschaften Karls nicht mehr gerecht geworden. So war es eine glückliche Wendung des Schicksals, dass der (ost-)römische Kaiserthron seit 797 von einer Frau, Irene, die ihren kaiserlichen Sohn entmachtet und geblendet hatte, besetzt wurde und damit nach westlichem Verständnis vakant war. Der Bischof von Rom, der sich als Papst in der Tradition des heiligen Petrus verstand und bis heute versteht, sah dies als eine gute Gelegenheit, um den tatsächlichen Konstellationen institutionelle Festigkeit zu verleihen: vorhandene Tatsachen wurden dingfest gemacht. Und auch Karl, der wohl mächtiger war als der Kaiser im fernen Konstantinopel, dürfte die ganze Situation sehr gelegen gekommen sein.<br />
So krönte Papst Leo III. am 25. Dezember des Jahres 800 n. Chr. den Frankenkönig Karl zum Kaiser. Das Reich wurde <i>römisch</i>.<br />
<br />
Drehen wir die Uhr ein wenig nach vorne und überspringen die Reichsteilungen sowie die Etablierung des Königtums im ostfränkischen Reich. Setzen wir bei Heinrich III., einem Salier (Saalfranken), ein. Er sah sich, in kaiserlicher Tradition, als Schutzherr der Kirche. Aus diesem Grunde war es auch notwendig, dass er sie vor sich selbst schützen musste. Seine Eingriffe in die Kirche hatten nie das Ziel, das Kaisertum über das Papsttum zu stellen. Er wollte ein funktionierendes Papsttum, dem das Kaisertum Schutz gewähren konnte. Sein Sohn, Heinrich IV., hat dies nicht verstanden. Folglich belegte ihn Gregor VII. mit dem Kirchenbann. In der Folgezeit setzte sich der Rangstreit zwischen Kaiser und Papst fort. Es war (verkürzt dargestellt; Männer machen Geschichte, nämlich die Geschichtsschreiber) Friedrich I., genannt Barbarossa, der proklamierte, das Reich wäre vor der Kirche gewesen - wie sonst hätte Jesus in das Reich hineingeboren werden können? <br />
Dem päpstlichen Hoheitsanspruch stellte er somit das <i>Sacrum Imperium</i> entgegen. Das Reich wurde <i>heilig</i>.<br />
<br />
Betrachtet man sich nun die zeitliche Folge der Kaiser, so erkennt man, dass Alexander von Roes' denkwürdige Worte aus dem Jahre 1289 sich zum Teil bewahrheiten sollten: den Deutschen wurde die Herrschaft (<i>imperium</i>) gegeben, den Italienern das Papsttum (<i>sacerdotium</i>) und den Franzosen die Wissenschaften (<i>studium</i>). Seit den Tagen Ottos I., genannt der Große, kam der römische Kaiser aus einem deutschen Adelsgeschlecht. <br />
Im Spätmittelalter fand dies seinem Ausdruck im Zusatz <i>Nationis Germanicae</i>. Das Reich (<i>imperium</i>) wurde, nein, es war <i>deutsch</i>.<br />
<br />
Was hier wie eine sinnlose Aneinanderreihung historischer <i>Fakten</i> erscheint, findet jedoch seine Entsprechung im Zerfallsprozess des alten Reiches. Die Wende vom Mittelalter zur Neuzeit sollte dabei eine interessante Grenzlinie bilden.<br />
In der Tradition Karls des Großen stehend, war die Kaiserwürde eng mit einem Zug nach Rom, in die Stadt des Papstes, verbunden. Der Papst war es, der die Krönung an Karl vollzog, er sollte es sein, der seine Nachfolger zu Kaisern erhob. So zogen alle mittelalterlichen Aspiranten (mit einigen wenigen Ausnahmen) nach Rom, um sich dort krönen zu lassen. Es war Maximilian I., der letzte Kaiser des Mittelalters oder erste Kaiser der Neuzeit, der mit der Tradition der Romzüge brechen sollte. Als erster nahm er, mit päpstlicher Zustimmung, den Titel "Erwählter römischer Kaiser" an. Sein Sohn, Karl V., in dessen Herrschaftsbereich die Sonne niemals untergehen sollte, ließ sich zwar - als letzter Kaiser - vom Papst die Krönung spenden, allerdings nicht in Rom. <br />
Alle folgenden Kaiser standen in der Tradition Maximilians und waren lediglich "Erwählte Römische Kaiser". Das Reich hörte auf, <i>römisch</i> zu sein.<br />
<br />
Unter dem letzten gekrönten Kaiser, Karl V., sollte ein Mann zu zweifelhaftem Ruhm gelangen, der dazu fähig war, die bisherige Welt und vor allem das Reich in den Grundfesten zu erschüttern: Martin Luther. Seine theologische Rebellion, welche die Kirche durch eine "Reformation" in die Abhängigkeit der Fürsten, zur Simonie und zur Priesterehe, also zurück hinter die Kirchenreformen des 11. Jahrhunderts (deretwegen sich unter anderem die orthodoxe Ostkirche abgespalten hatte) führen sollte und wollte, entzündete ein Feuer, dessen Druck sich im dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 mit aller Heftigkeit entladen sollte. Die Reichsstände, allen voran jene mächtigen Fürsten, welche mit der <i>Augsburger Konfession</i> liebäugelten, probten den Aufstand. Der Kaiser hatte Mühe, seine Aufgabe, die Sorge um Friede und Ordnung, zu erfüllen. Im Jahre 1555 wurde daher auf einer Reichsversammlung in Augsburg der <i>Augsburger Religionsfriede</i> geschlossen. Da man sich auf keine theologische Linie einigen konnte, klammerte man diese Frage aus und überließ sie den Landesherren. <i>Cuius regio eius religio</i> wurde zum hochgelobten Prinzip, das den gemeinen Mann, für den Luthers Rebellion ja gedacht war, in Glaubensfragen in der Unmündigkeit beließ. Eine Unmittelbarkeit zu Gott wurde gerade in den protestantischen Territorien nie praktiziert. An die Stelle des römischen Papstes trat der deutsche Fürst. Römisch-internationale Geistlichkeit wurde durch deutsch-nationale Herrschaft ersetzt.<br />
Der Kaiser gab damit seinen universalen Anspruch als Bewahrer der Christenheit auf. Das Reich hörte auf, <i>heilig</i> zu sein.<br />
<br />
Was blieb also? Das <i>Imperium Nationis Germanicae</i>, das <i>Regnum Teutonicorum</i>, das <i>deutsche</i> Reich.<br />
Es mag wie eine Ironie der Geschichte klingen, wenn man sich unter diesem Gesichtspunkt vor Augen führt, dass bereits Gregor VII., der Papst, der zuerst einen Kaiser exkommunizierte, seinen Kontrahenten Heinrich IV. diminuierend einen "deutschen König" nannte. Und auch Samuel Pufendorf a.k.a. Severinus de Monzambano hatte, durch diese Brille gesehen, nicht ganz Unrecht, wenn er schrieb, die <i>deutsche res publica</i> sei auf keine Weise mit dem römischen Reich identisch.<br />
<br />
So bestand das altertümliche Reich, jenes antiquierte, fast schon anachronistische Gebilde bis tief hinein in die Neuzeit. Da es weder <i>heilig</i> noch <i>römisch</i> war, blieb ihm nur der <i>deutsche</i> Charakter einer Nation. Der wiederum war jedoch schon längst durch einen anderen Prozess von anderen Spielern im Mächtekonzert besetzt worden: gerade das später zum "Erbfeind" stilisierte westfränkische Reich, Frankreich genannt, sollte sich als nationalstaatlicher Gegenentwurf zum Alten Reich in Europa etablieren, und seine Könige sollten als Sonnenkönige (wer kennt ihn nicht, den französischen Potentaten mit seiner Perücke, den Stöckelschuhen und dem Strumpfband?) heller auf die übrigen europäischen Fürsten strahlen als es das Kaisertum noch konnte.<br />
<br />
Das 18. Jahrhundert sollte jedoch, gerade mit seinem Ende, auch das Ende einer Epoche begründen: die Nation hatte sich als stärker als die Königsherrschaft erwiesen, Frankreich war Republik und ihr Konsul, Napoleon Bonaparte, strebte nach der Weltherrschaft. Dass er versuchte, ebenfalls die Kaiserwürde zu erlangen, dürfte angesichts der glänzenden Geschichte, welche man ihr gerade in jenem Zeitalter der Rückbesinnung auf antike Zeiten zuschrieb, nicht sonderlich verwundern. So kam es auch, dass der Korse sich viel eher in die Tradition der plebiszitär abgesicherten Soldatenkaiser aus spätantiker Zeit stellte denn in jene sakral legitimierte, römisch-mittelalterliche Kaiserherrschaft.<br />
Das Reich hingegen hörte auf, <i>deutsch</i> zu sein. Überhaupt hörte es wohl auf, zu sein.]]></description>
<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 01:54:01 +0200</pubDate>
<dc:creator>christian_mergl</dc:creator>
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<title>Unfair?</title>
<link>http://wasteland.blogg.de/eintrag.php?id=264</link>
<description><![CDATA[<b><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,434182,00.html">Spiegel.de</a> - <i>Müntefering ergänzt, es sei doch "unfair", wenn beide Teile der Koalition an ihren Wahlaussagen gemessen würden.</i><br />
<br />
Ach, tatsächlich?</b> <br /><br /> Woran will man die Regierung sonst messen, wenn nicht am Wahlprogramm mit all seinen Versprechen? Wer keine Möglichkeit sieht, sein Wahlprogramm zu verwirklichen, der regiert nicht.<br />
<br />
Vor allem: hat Müntefering diesen Standpunkt schon zu der Zeit vertreten, in der er in der Opposition arbeitete? Wird Müntefering diesen Standpunkt auch dann noch im Gedächtnis haben, wenn eine andere Partei an der Regierung sitzt?<br />
<br />
Ein sehr schönes Beispiel dafür, wie man in Zukunft Wahlaussagen auf jeden Fall bewerten darf. Nachdem schon Wahlprognosen und das Grundgesetz nicht mehr das halten, was sie versprechen und versprachen, hat Münte nun auch das dritte Standbein der deutschen Demokratie demontiert. Deutschland steht damit auf mehr oder, besser gesagt, weniger als nur wackligen Beinen.]]></description>
<pubDate>Wed, 30 Aug 2006 01:23:30 +0200</pubDate>
<dc:creator>christian_mergl</dc:creator>
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<title>Rüttgers: CDU eine Wertegemeinschaft </title>
<link>http://wasteland.blogg.de/eintrag.php?id=263</link>
<description><![CDATA[<b>Der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat das Sommerloch dazu genutzt, festzustellen, dass die CDU keine kapitalistische Partei ist. Das war uns spätestens bewusst, als wir das letzte knappe Jahr die Politik der CDU-geführten Bundesregierung erleben mussten. Weder das so genannte &quot;Gleichbehandlungsgesetz&quot;, ein Euphemismus für das Antidiskriminierungsgesetz der rot-grünen Bundesregierung, noch die Einführung eines Gesundheitsfonds atmen den Geist von Freiheit und Wettbewerb, stattdessen schlägt uns der Gestank von Gängelung und Bürokratie entgegen.</b>  <br /><br /> Rüttgers wies daraufhin, dass die CDU sich nicht nur um das Materielle kümmere, sondern auch eine Wertegemeinschaft sei. &quot;Werte&quot; meinte er dabei durchaus wortwörtlich, denn statt vom christlichen Glauben, der Bedeutung der Familie und der Schande so hoher Abtreibungszahlen zu sprechen, begann er gleich wieder mir einem sehr materiellen Thema, das ein Denken offenbarte, das er gerade eben noch kritisiert hatte. Sein Stichwort war die &quot;soziale Gerechtigkeit&quot;, was zeigt, dass sein Wertebewusstsein sich nur bis zum Geldbeutel seines Nächsten - eine ganz besondere, für einen Politiker allerdings nicht gerade untypische, Form der Nächstenliebe - erstreckt. Werte, wenn man sie als Ideale versteht, sind allerdings mehr als Umverteilung und staatliche Willkür, vielleicht sollte die Union sich dessen wieder stärker bewusst werden. ]]></description>
<pubDate>Thu, 03 Aug 2006 16:56:49 +0200</pubDate>
<dc:creator>sascha_vetterle</dc:creator>
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<title>Bundesländer wollen an der Finanzierung von Kindstötung festhalten</title>
<link>http://wasteland.blogg.de/eintrag.php?id=262</link>
<description><![CDATA[<b>Sachsen und Thüringen haben eine Einschränkung der staatlichen Finanzhilfe für Abtreibung vorgeschlagen. Natürlich sollen finanziell schwache Frauen nimmer noch dabei unterstützt werden, ihre Kinder pränatal zu töten, nur die Praxis, dass auch nicht bedürftige Frauen in den Genuss staatlicher Hilfestellungen beim Kindertöten kommen, soll nach Willen der beiden CDU-regierten Bundesländer geändert werden. Laut der sächsischen Sozialminister Oroz musste Sachsen 2004 den Krankenkassen 1,7 Millionen Euro für durchgeführte Schwangerschaften erstatten. Für was der deutsche Staat in Zeiten des schleichenden staatsbankrottes und der Überalterung unserer Gesellschaft alles Geld hat! 98,1% aller sächsischen Abtreibungen wurden 2004 vom Freistaat Sachsen bezahlt.</b> <br />
<br />
 <br /><br /> Natürlich regt sich gleich Widerstand von der Todes-Lobby. Nicht nur die Regierungen mit linksfaschistischer Beteiligung in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, auch die sozialliberale Koalition in Rheinland-Pfalz, die großen Koalitionen in Bremen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt lehnten den Sparvorschlag für das Leben ab. Überraschend war jedoch, dass auch das christlich-liberal regierte Niedersachsen gegen den Vorschlag Sachsens und Thüringens wandte. <br />
<br />
<br />
Das eingesparte Geld sollte nach Vorschlag des Thüringer Sozialministers, Paaren zu Gute kommen, die ihren Kinderwunsch nur mit Hilfe einer künstlichen Befruchtung erfüllen können  Doch Deutschland zahlt halt immer noch lieber fürs Töten, als fürs Leben. Das fand ich übrigens vorgestern in einem kleinen Artikel in der FAZ auf Seite 4. So viel zum Stellenwert vernünftiger Vorschläge. <br />
]]></description>
<pubDate>Thu, 29 Jun 2006 09:56:32 +0200</pubDate>
<dc:creator>sascha_vetterle</dc:creator>
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<title>Sommer in bester deutscher Tradition</title>
<link>http://wasteland.blogg.de/eintrag.php?id=261</link>
<description><![CDATA[<b>In einem Interview mit der Oldenburger &quot;Nordwest Zeitung&quot; griff DGB-Boss Sommer die Manager der Allianz-Versicherung als &quot;vaterlandslose Gesellen&quot; an und damit Bismarck-Vokabular auf. Das ist schon mal aus verschiedenen gründen interessant.</b>  <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Erstens richtete sich das Bismarcksche &quot;vaterlandslose Gesellen&quot; gegen die internationalistisch ausgerichteten Gewerkschaften und Sozialdemokraten, die dem eigenen Vaterland bestenfalls gleichgültig gegenüberstanden. Haben diese nun die Seiten gewechselt? Findet sich das nationale, und damit doch eigentlich reaktionäre, Lager nun auf der Linken wieder? Was wurde aus der grenzenüberschreitenden, weltweiten Solidarität der Arbeiterklasse? Sind die Gewerkschaften National-Sozialisten? Ich sage das ja schon länger, jetzt bekennen sie sich wenigstens auch in ihrer Wortwahl dazu. </p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> <a href="http://www.n-tv.de/682067.html">http://www.n-tv.de/682067.html</a></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Zweitens frage ich mich, ob Appelle an den Patriotismus eine sinnvolle, zusammenhängende Argumentation ersetzen. Reicht als Argument schon aus dem Gegenüber vaterlandsloses also undeutsches Verhalten vorzuwerfen? Ist das nicht eher der argumentatorische<span style="mso-spacerun: yes">  </span>Offenbarungseid eines überbezahlten Gewerkschaftsbosses, der wie die Made im Speck sitzt und sich um seine Pfründe Sorgen macht, weil ihm seine Mitglieder und damit Beitragszahler wegrennen? Und kommt dabei nicht ein radikales, intolerantes Gedankengut zum Vorschein, das glaubt, durch nationale Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft Druck auf Minderheiten auszuüben, die man schon in der Vergangenheit mit Insekten gleichgesetzt hat? Wo führt dass hin? Werden in dreißig Jahren Manager ins KZ gesteckt, weil sie den Volkskörper schädigen? Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich bin schon dafür, dass nationale Interessen gewahrt werden, mehr auf jeden Fall als bisher, aber das kann doch nicht dadurch geschehen, dass irgendwelche überbezahlten Gewerkschaftsbosse den Arbeitgebern vorschreiben, was sie mit ihrem Eigentum machen sollen.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Und so kommen wir zum nächsten Punkt. In dem Interview warf Sommer den Arbeitgebern vor, der Profit sei ihnen wichtiger als die soziale Verantwortung. Da frage ich mich, welche soziale Verantwortung hat den ein Konzern? Kurz: Keines, außer gegenüber den Aktionären. Was für eine Verantwortung sollten sie auch haben? Wem gegenüber? Es ist ihr Eigentum (oder das der Aktionäre) und damit können sie machen, was sie wollen (bzw. was die Aktionäre wollen) und fertig. </p><p />]]></description>
<pubDate>Sat, 24 Jun 2006 20:31:00 +0200</pubDate>
<dc:creator>sascha_vetterle</dc:creator>
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<title>Kein-Kinder-Land - Deutsche gerne kinderlos</title>
<link>http://wasteland.blogg.de/eintrag.php?id=260</link>
<description><![CDATA[<b><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Heute wurde eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung im Auftrag der Robert-Bosch-Stiftung bekannt. Danach wünschen sich in keinem Land Europas so wenige Kinder wie in Deutschland. Der Kinderwunsch liegt im Durchschnitt bei Frauen bei 1,75 und bei Männern bei 1,59. Damit besteht die große Kluft zwischen Kinderwunsch und Realität, von der man immer ausgegangen ist, gar nicht. Noch 1988 lag der Durchschnitt beim Kinderwunsch sowohl bei Männern als auch bei Frauen bei deutlich über 2.<b style="mso-bidi-font-weight: normal"><span style="FONT-SIZE: 14pt"> </span></b>Selbst wenn Frauen heute so viele Kinder bekommen würden, wie sie wollten, wären es also immer noch zu wenig um die demographische Entwicklung wirklich zu beeinflussen. Jeder vierte Mann und jede sechste Frau wollen gar keine Kinder. </p></b> <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Interessant sind jedoch die Schlussfolgerungen, die der Geschäftsführer der Robert-Bosch-Stiftung, Frau Hamm, aus der Studie zog: &quot;<span style="COLOR: black">Die Studie bestätigt, dass immer noch Frauen durch Kinder die meisten Einschränkungen erfahren Wer Familien unterstützen will, muss die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen so gestalten, dass unterschiedliche Familienkonstellationen und Lebensentwürfe berücksichtigt werden. In den alten Bundesländern ist der Wunsch nach Kinderlosigkeit sehr viel stärker ausgeprägt als in den neuen. Im Osten wünschen sich nur jeder fünfte Mann und jede siebzehnte Frau keine Kinder.&quot;</span></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black"></span><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black"></span><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black">Damit steht Hamm in der schönen progressiven Tradition deutscher Familienpolitiker, die Familienpolitik vor allem als Emanzipationspolitik der Frau sehen. Komisch jedoch, dass in Westdeutschland, wo der Kinderwunsch eigentlich geringer sein soll als in Ostdeutschland, die Geburtenrate durchweg höher liegt als im Osten, obwohl im Westen die Kinderbetreuung, und damit die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf, viel schlechter organisiert ist als in der, in diesem Punkt doch gar nicht ganz so ehemaligen DDR. Irgendwie muss da die Realität doch noch den ideologischen Scheuklappen mancher &quot;Progressiver&quot; angepasst werden. </span></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black"></span><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black"></span><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black">In einem hat Frau Hamm allerdings Recht. Familie ist ein Wert unter vielen anderen geworden. Kein Wunder, wenn man an die Liberalisierung des Abtreibungs- und Scheidungsrechtes, an die Einführung der Homo-Ehe und der fortschreitenden Verstaatlichung der Kindererziehung denkt. Wie soll die Bedeutung der Familie auch gewahrt bleiben, wenn er immer weiter unterminiert wird durch gezielte, jahrzehntelange &quot;Reformen&quot; von interessierter, staatlicher Seite, die so ihren Zugriff auf das Individuum erhöhen kann? </span></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black"></span><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black"></span><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black"><a href="http://www.n-tv.de/682041.html">http://www.n-tv.de/682041.html</a> </span></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black"></span><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /></p><p> </p></p><p> </p></p><p> </p></p><p> </p></p><p> </p></p><p> </p></p><p> </p>]]></description>
<pubDate>Sat, 24 Jun 2006 11:28:59 +0200</pubDate>
<dc:creator>sascha_vetterle</dc:creator>
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<title>Mussten die USA Deutschland von Hitler befreien? oder "Warum ich Jacksonian bin, Teil 3"</title>
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<description><![CDATA[<b>Und nun, um es auf die Spitze zu treiben: Wenn wir ehrlich sind, hat die USA keine Interessen im Nahen Osten. Wirtschaftlich wird der Nahe Osten bedeutungslos, wenn die US-Wirtschaft von Öl auf andere Energieträger umgestellt ist, was durch die Forcierung der Kernenergie und, natürlich eingeschränkt, erneuerbarer Energien schon heute begonnen wird. Politisch und militärisch ist der Nahe Osten zu sehr zerfasert, als dass er eine echte Gefahr für die USA werden könnte. Und wenn doch, so bedroht er viel stärker Europa und Israel. Und, jetzt wird es politisch unkorrekt, der Schutz Israels und Europas vor der nuklearen Vernichtung ist letztlich nicht wichtig für die nationalen Interessen der USA, so lange ihr Militär stark genug ist, jeden drohenden Angriff auf die USA selbst, zum Beispiel durch den Iran, mit der Vernichtung des Angreifers zu beantworten. </b> <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Dieser extreme Isolationismus wirkt gar nicht mehr so extrem, wenn man bedenkt, dass vor dem Eintritt der USA in beide Weltkriege eine starke Strömung in der US-Öffentlichkeit einen Kriegseintritt mit der Begründung ablehnte, dass es Amerikas nationales Interesse nicht berühre, ob Europa vom Kaiser bzw. Hitler beherrscht wird oder nicht. Die gegenteilige wilsonianische Haltung der Präsidenten Wilson und FDR wurde nie mehrheitsfähig. Der Kriegseintritt erfolgte beide male aus einem jacksonianischen Reflex. Beim ersten mal, weil die Reichsregierung versuchte, Mexiko zum Angriff auf die USA zu bewegen, beim zweiten mal wegen Pearl Harbor. Noch heute wird, wie hier<span style="mso-spacerun: yes">  </span><a href="http://www.brothersjudd.com/index.cfm/fuseaction/reviews.detail/book_id/928">http://www.brothersjudd.com/index.cfm/fuseaction/reviews.detail/book_id/928</a> die Meinung vertreten, der Kardinalfehler der US-Außenpolitik seit dem alles falsch lief, war der Eintritt in den 1. Weltkrieg. Argumentiert wird ganz jacksonianisch: Wie, wird hier gefragt, beeinflusst es die nationalen Interessen der USA, wenn Hitler und Stalin ihre Heere sich jahrzehntelang an der Ostfront abschlachten lassen, wenn Hitler ganz Westeuropa schluckt und nicht nur Juden und Zigeuner vergast hätte? Es ist makaber, aber trotzdem steht da die Frage: Hätte das die USA irgendwie tangiert? Der Autor begründet das idealistische Verhalten der damaligen (und heutigen) US-Regierungen mit einer romantischen Sicht auf Europa, das in den Augen des Autors bedeutungslos ist, da es sich selbst durch Wohlfahrtsstaat, niedrige Geburtenrate, massive Immigration und den Niedergang der Religion und überhaupt der westlichen Werte zu Grunde richtet. Ironisch sei es, so der Autor, dass die USA Europa gerettet hätten, nur damit es danach Selbstmord begeht. Nicht ohne Berechtigung fragt er, ob die USA deshalb Europa vom Nationalsozialismus befreit haben, damit jetzt anti-immigrations-Parteien aufsteigen? Weshalb wurde der Kommunismus gestoppt, wenn jetzt die autoritäre und transnationale Europäische Union ihr Hydra-Haupt erhebt? Und, wenn jetzt deutsche Bürokraten (hier irrt er, es sind wohl eher Franzosen) Europa beherrschen, warum hat die USA den Kaiser besiegt?</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Es ist vielleicht etwas extrem, aber es sind auch berechtigte Fragen, die wert sind, dass man sich mit ihnen beschäftigt. Doch wechsle ich jetzt den Standpunkt hin zu einem deutschen. Bei den US-Republikanern wird nach Bushs Abtreten wohl die Jacksonians wieder die Überhand gewinnen, wie es durch das 20. Jahrhundert hindurch immer der Fall war (dazu ein anderes mal), schon heute befinden sich die Neocons in Bushs Administration im Abwehrkampf gegen konservative Realisten. Bei den Demokraten hat sich zwar Hillary zur Wilsonian ?gewandelt?, warten wir ab, wie sich das entwickelt, gleichzeitig haben aber auch die Jeffersonians erstmals seit langem im Zuge von Irakkrieg und Patriot Act wieder deutlich an Boden gewonnen. Vieles spricht also für eine eher isolationistische US-Politik in der nächsten Dekade. Was ich damit letztlich sagen will: Man kann sich auf niemand verlassen außer auf sich selbst, und im Moment gilt nicht einmal das. Was passiert wenn wir uns mit einem nuklear bewaffneten Iran und einem desinteressiert-passiven Amerika konfrontiert sehen? Wir brauchen auch in Deutschland eine jacksonianische Wende. Militärische Überlegenheit muss uns schützen, unsere militärische Überlegenheit. Deutschland müsste seinen Militäretat drastisch erhöhen und auch über ein militärisches Nuklearprogramm sollten wir nachdenken. Leider ist die deutsche Nachkriegspolitik eher eine Mischung auf Jeffersonianismus und linkem Wilsonianismus, nur dass wir uns das wegen unserer militärischen Schwäche und geographischen Nähe zu Konfliktgebieten nicht leisten können. </p>]]></description>
<pubDate>Tue, 20 Jun 2006 09:28:54 +0200</pubDate>
<dc:creator>sascha_vetterle</dc:creator>
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<title>Warum ich Jacksonian bin, Teil 2</title>
<link>http://wasteland.blogg.de/eintrag.php?id=258</link>
<description><![CDATA[<b>Dem gegenüber der jacksonianische Weg: Ein traditioneller Isolationismus und massive Vergeltung im Falle eines Angriffes ist heute definitiv zu wenig. Die USA sind heute einfach zu bedeutend, die Distanzen sind kleiner und die Gefahren näher als jemals zuvor. Trotzdem ist der Jacksonianismus eine gute Grundlage. Die kritische Haltung der Jacksonians gegenüber internationalen Organisationen, die, da haben die Jeffersonians schon Recht, grundsätzlich problematisch angesichts ihrer mangelnden demokratischen Legitimation und Kontrolle sind, teile ich. Interessant fand ich, dass auf dieser US-Seite (<span style="mso-spacerun: yes">  </span><a href="http://www.lts.com/~cprael/Meade_FAQ.htm">http://www.lts.com/~cprael/Meade_FAQ.htm</a> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">) die überzeugtesten Wilsonians in Europa gerade in den vehementen Befürwortern eines zentralistischen Europas gesehen werden, das sich mehr und mehr zu eine Gefahr für die Freiheit entwickelt. Wenn ich aber an die Selbsteinschätzung mancher Eurokraten denke, die den &quot;zivilisatorischen Fortschritt&quot; Europas als Vorbild für die Welt rühmen, kann ich verstehen, was Charles Prael meint. So weit zu diesem Exkurs.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /></b>  <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Für eine vernünftige Außenpolitik kann es nur eine Orientierung an den nationalen Interessen geben. Eine von Idealen geleitete Außenpolitik läuft Gefahr blind für die Realität zu sein, zum einen in Bezug auf das, was wirklich notwendig ist, zum anderen in Bezug auf die eigenen Möglichkeiten. Deshalb bedeutet eine jacksonianische Außenpolitik eine Beschränkung militärischer Einsätze auf die Fälle, die eindeutig im vitalen Interesse der USA sind. </p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Zum einen können so die negativen Folgen die ein Dauerkriegszustand mit sich bringen -</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Stärkung der Exekutive, Einschränkung der Bürgerrechte - vermieden werden, zum anderen wird die Bedeutung des Staates und der Rüstungsindustrie für die US-Wirtschaft beschränkt. Gleichzeitig werden so Ressourcen nicht überdehnt und können genutzt werden, wenn es wirklich notwendig ist. Doch auch außenpolitisch hat diese Selbstbeschränkung Vorteile. Der Eindruck einer dominanten und alles überragenden Supermacht wird vermieden, dadurch die Risiken einer Gegenmachtsbildung durch ein Bündnis aus China, Indien, Russland und einzelnen europäischen Staaten reduziert. Statt dessen kann sich die USA an der Außenpolitik des britischen Empire im 19. Jahrhunderts, der damaligen Supermacht, orientieren und durch eine Gleichgewichtspolitik verhindern, dass ein Staat oder ein Staatenbündnis stark genug wird, die US-Vorrangstellung zu gefährden, ein modernes divide et impera. Wichtig bleibt dabei, die eigene militärische Überlegenheit zu bewahren, damit jeder, der es wagt, falls es jemand wagen sollte, die USA anzugreifen, restlos vernichtet werden kann.</p>]]></description>
<pubDate>Mon, 19 Jun 2006 18:11:46 +0200</pubDate>
<dc:creator>sascha_vetterle</dc:creator>
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<title>Propagandaclub 4 ? Eltern und ihre ?Rechte?</title>
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<description><![CDATA[<b>Heute wurde in der ARD-Sendung über Familienpolitik und das Ende der Hausfrauenehe diskutiert.<span style="mso-spacerun: yes">  </span>Schön war es zu sehen, wie sich der Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, von allen anderen natürlich unbeachtet, selbst demaskierte. Richard Meng antwortete auf die Frage von Paul Georg Hefty von der FAZ, wo denn die Freiheit der Eltern bleibe, sie könnten entscheiden, wo sie ihre Kinder abgeben. Später präzisierte er das, indem er erklärte, nach den 12 (resp. 14 Monaten), die der Staat das Elterngeld gewährleiste, plane die Bundesregierung des Schreckens eine Steuerbefreiung für die Kinderbetreuung bis zum dritten Lebensjahr, dann könnten die Eltern frei entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Tagesmutter oder in die staatlichen Erziehungslager bringen. Der Einwurf Herrn Liminskis vom Deutschlandfunk, dass damit wieder die Hausfrauen ohne staatliche Unterstützung blieben, ging wieder unter, was aber zum Titel der heutigen Sendung, "Aus für die Hausfrauenehe? Die Koalition bringt Bewegung in die Familienpolitik"</b> <br /><br /> So schön es ist, dass Tagesmutter nun die gleiche Förderung erhalten sollen, wie staatliche Einrichtungen, so ist doch die Benachteiligung derer, die selbst ihre Kinder erziehen doch wieder ein erschreckendes Beispiel, wie sehr Kinder ihren Eltern doch mit allen Mitteln entzogen werden sollen, um sie zu leichtgläubigen, unselbständigen und staatshörigen "Bürgern" zu erziehen. Ich kann es nicht oft genug sagen: Wie können aus Kindern, die vom frühesten Zeitpunkt an hauptsächlich staatlich erzogen werden, kritische und mündige Bürger werden? Mit dem Ausbau der Fremdkinderbetreuung wird ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum totalitären Staat gemacht, den wir bereits zu weit gegangen sind.]]></description>
<pubDate>Sun, 18 Jun 2006 13:30:37 +0200</pubDate>
<dc:creator>sascha_vetterle</dc:creator>
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<title>Deutsche Bundesregierung finanziert Gesetzesverstöße</title>
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<description><![CDATA[<b><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Kein Witz. Das europäische Parlament lehnte es, wie die FAZ am Freitag auf Seite 2 berichtete, ab, für die Forschungsförderung der EU die strenge deutsche Regelung im bereich Embryonenschutz zu übernehmen. Damit wird nun auch mit deutschen Geldern Forschung durch die EU gefördert, die in Deutschland verboten ist. Traurig ist dabei, dass die rot-grüne Regierung des bedenkenlosen Forschungsfreundes Schröder, um eben dies zu verhindern, das 6. Rahmenprogramm zur Forschungsförderung noch mit einem Veto blockiert hatte. Der christdemokratische Bildungsminister, Frau Schavan, will dies aber nicht machen und man fragt sich doch langsam beklemmt, wo denn nun eigentlich christliche werte und eine ethische Politik besser vertreten sind, in der jetzigen Regierung unter christdemokratischer &quot;Führung&quot; oder in der alten Schröder-Regierung.</p></b> <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Doch auch damals war nicht alles perfekt, natürlich. Schon bisher hat die EU, und damit der Hauptbeitragszahler Deutschland, 6 Projekte mit rund 50 Millionen Euro unterstützt, die in Deutschland verboten wären. Nicht nur, dass Deutschland also etwas unterstützt, dass seine Regierungen, egal welcher Couleur, als mehr als nur ethisch bedenklich betrachten, nein, darüber hinaus fördern wir so auch noch die Forschungslandschaft anderer Länder. Damit mich niemand missversteht, mir ist selbst die gesetzliche Regelung zum Embryonenschutz in Deutschland zu wachsweich, da sie diese nicht kategorisch verbietet, sondern lediglich auf embryonale Stammzellen beschränkt, die vor dem 1. Januar 2002 &quot;gewonnen&quot; wurden, wie es so schön im Zeitungsjargon heißt. Diese sind zum Glück ungeeignet zum Forschen. Wenn man so die Forschung an Embryonen in Deutschland schon de facto verbietet, dann sollte man doch so konsequent sein und sie auch offiziell verbieten ? und dafür sorgen, dass kein deutsches Steuergeld in Förderprogramme fließt, die Projekte unterstützen, die in Deutschland von der Mehrheit des Bundestages als unethisch angesehen werden und gesetzeswidrig sind. <span style="mso-spacerun: yes">   </span></p><p />]]></description>
<pubDate>Sun, 18 Jun 2006 10:18:41 +0200</pubDate>
<dc:creator>sascha_vetterle</dc:creator>
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